Wiederkehrende Hitzewellen, extreme Trockenheit und starke Gewitterstürme: Der vergangene Sommer hat uns aufgezeigt, wie spürbar die Folgen der Klimakrise auch in Thun sind. Aus diesem Grund haben die GRÜNEN Stadt Thun an ihrer ausserordentlichen Hauptversammlung vom 2. September in einer Allianz mit den Verbänden die Unterschriftensammlung für eine Stadtklima-Initiative gestartet.

Konkret strebt die Initiative den Erlass eines Reglements mit Hitzeschutzmassnahmen an. Zu den Forderungen gehören die Entsiegelung von jährlich mindestens 0.5% der Strassenfläche sowie die Steigerung der Anzahl Bäume um mindestens 0.5% pro Jahr. Ausserdem sollen Begegnungsräume geschaffen, dem Prinzip der Schwammstadt Rechnung getragen und neue Wasserflächen und Beschattungselemente geschaffen werden. «Durch all diese Massnahmen schützen wir nicht nur die Thuner Bevölkerung vor den Folgen der Klimakrise, sondern schaffen auch einladende Orte für Begegnung, Austausch und sichere Spielräume für Kinder», meint Lea Schütz, Co-Präsidentin der GRÜNEN Stadt Thun.

Dass Stadtklima-Initiativen wirken, ist schon länger bekannt. Magdalena Erni, Campaignerin beim Verein umverkehR, der bereits in 13 Gemeinden entsprechende Initiativen eingereicht hat, meint: «Dank Stadtklima-Initiativen werden schon heute in der ganzen Schweiz zusätzliche Bäume gepflanzt, Strassenflächen entsiegelt und der öffentliche Raum begrünt. Dass mit Thun eine weitere Stadt dazukommt, ist ein starkes Zeichen für lebenswerte Städte.»

Auch Pro Natura Region Thun unterstützt die Initiative. Suzanne Albrecht, die Präsidentin, erhofft sich durch die Vorlage insbesondere ein stärkeres Bewusstsein für die Relevanz der Biodiversität bei der Bekämpfung der Klimakrise. Ausserdem ist sie überzeugt: «Entsiegeln wir konsequent und wenden zudem das Schwammstadtprinzip an, sind wir auch vor künftigen Hitzewellen und Extremniederschlägen besser geschützt.»

«Mit dem Zukunftsbild 2045, das am Bahnhof Thun ausgestellt ist, zeigt der VCS, wie er sich den Thuner Bahnhof klimaresilient vorstellt: Begrünen von versiegelten Flächen wie Plätzen, Fassaden und Dächern, eine Abnahme unnötig versiegelter Flächen und ein effizienteres, platzsparendes Verkehrssystem: Dafür setzen wir uns als VCS schon seit Jahren ein», kommentiert Till Weber, Präsident des VCS Region Thun-Oberland, der ebenfalls Teil der Allianz hinter der Stadtklima-Initiative ist.

Medienkontakte:
Lea Schütz, Co-Präsidentin GRÜNE Stadt Thun (078 907 29 02)
Magdalena Erni, Campaignerin umverkehR (079 488 37 15)
Suzanne Albrecht-Wyss, Präsidentin Pro Natura Region Thun
Till Weber, Präsident VCS Regionalgruppe Thun-Oberland

Stadtklima Thun Unterschriftenbogen